Beschreibung

German Sport Beta Alanin

Die Einnahme von Beta-Alanin führt zu einem Anstieg des Dipeptids L-Carnosin im Körper, vor allem im Muskel- und Nervengewebe. Die orale Einnahme von Carnosin macht soweit keinen Sinn, da es im Verdauungssystem und Blut zu Beta-Alanin und L-Histidin abgebaut wird. Carnosin kommt konzentrierter in schnellkontrahierenden Muskelfasern (Muskelfaser Typ 2) vor und verhindert die Übersäuerung bei einer eher kurzen, hochintensiven physischen Leistung. Es verbessert die Kontraktionsfähigkeit der Muskulatur zum Ende eines intensiven Satzes, bei dem der Muskel normalerweise früher versagen würde.

Beta-Alanin wird gerne von Bodybuildern verwendet, und ermöglicht diesen mehr Wiederholungen pro Satz, wenn die Wiederholungszahl in einer Satzdauer von 60 Sekunden und mehr resultiert. Hier empfiehlt sich stark die Kombination mit Creatin, diese führte in einer Studie zu einer deutlicheren Steigerung der Leistung beim Bankdrücken und Zunahme von Muskelmasse, als wenn nur Creatin allein genommen wurde. Beta-Alanin scheint laut einigen Studien einen Muskelzuwachs durch das Krafttraining zu fördern. Beta-Alanin ermöglicht lediglich eine stärkere Stimulation der Muskulatur, die muskelaufbauende Wirkung bedarf einer ausreichenden Eiweißversorgung.  Die zusätzliche Einnahme von Natriumbikarbonat vor dem Training kann die Beta-Alanin Wirkung geringfügig verstärken.

Generell profitieren diejenigen Sportler am meisten von Beta-Alanin deren Sportarten vermehrt eine intensive, eher kurze Belastungszeit von 60-240 Sekunden aufweisen (anaerobe Leistung). Beta-Alanin verbessert jedoch auch die Leistung bei Mannschaftssportarten und Rudern über 2000 m, sowie Sprints beim Schwimmen. Solange die ausgeübte muskuläre Beanspruchung am Stück unter 25 Minuten liegt, kommt es zu einer Leistungssteigerung, diese wird jedoch mit zunehmender Länge weniger ausgeprägt.

 

Anti-Aging

Die Carnosinkonzentration scheint mit dem Alter abzufallen. Eine Supplementierung mit Beta-Alanin kann bei älteren Menschen deutlich der neuromuskulären Ermüdung entgegenwirken und die Muskelfunktionalität verbessern. Carnosin verlängerte in Tierstudien die Lebensspanne von schnell alternden Mäusen und bei Fruchtfliegen. Es scheint in den Alterungsprozess einzugreifen, indem es reaktive, toxische Substanzen bindet und Schäden an zellulären Proteinen verhindert. In Studien mit Tieren regulierte Carnosin altersbedingte Veränderungen im Gehirn, wie die Überaktivität des MAO-A Enzyms und ein unterdrücktes serotenerges System (Serotonin, wichtig für Glücksempfinden und Denkfähigkeiten) bei alten Tieren, auf das Niveau von jungen Exemplaren zurück.